PVM GmbH Patienten-Versorgung Management Bielefeld - Ausgeschlafen im Alter

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„Früher konnte ich richtig durchschlafen, heute werde ich ständig wach.“. Diese oder ähnliche Aussagen hört man von Menschen mit zunehmendem Lebensalter häufig. Tatsächlich sind etwa 50 Prozent der älteren Menschen mit ihrem Schlaf unzufrieden.

Sie berichten über Ein- oder Durchschlafstörungen, zu frühes morgendliches Erwachen oder generell über einen nicht erholsamen Schlaf. Die gute Nachricht: Diese Beobachtungen sind durchaus normal! Denn der Schlaf verändert sich über die gesamte Lebensspanne, sowohl in seiner Qualität wie auch in seiner Länge. Um diese Wandlungen zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, was genau im Schlaf passiert. Denn Schlaf ist keineswegs ein passiver Vorgang.

 

Der Schlaf und seine altersbedingten Veränderungen / Der gesunde Schlaf und seine Phasen Während wir schlafen, laufen im Körper viele notwendige Prozesse für unsere körperliche und geistige Erholung ab. Der Schlaf eines gesunden Erwachsenen besteht aus einer Abfolge von etwa 90-minütigen Zyklen, jeweils beginnend mit einer sehr leichten Schlafphase. Nach der Einschlafphase sinkt der Körper langsam in den tiefen Schlaf. Dieser ermöglicht unsere körperliche Erholung und er fördert die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems. Wachstumshormone sind dann aktiv, gleichzeitig findet eine Zellreparatur statt. Zudem ist der Tiefschlaf von Bedeutung für ein gut funktionierendes Gedächtnis.

Ein Schlafzyklus endet mit dem sogenannten REM-Schlaf. „REM“ steht für die schnellen Augenbewegungen (engl.: rapid eye movement), die für diese Schlafphase bezeichnend sind. Hier finden die lebhaftesten Träume statt, daher wird dieses Schlafstadium auch gern als Traumschlaf bezeichnet. Die Muskulatur ist dabei so tiefenentspannt, dass der Körper in diesem Moment wie gelähmt ist. Diese maximale Erschlaffung der Muskulatur verhindert, dass lebhafte Träume während des Ruhens aktiv ausgelebt werden. Sie dient damit auch zu unserem eigenen Schutz.

Der REM-Schlaf sorgt hauptsächlich für die geistige Erholung. Tagsüber Erlebtes wird verarbeitet, unwichtige Gedächtnisinhalte werden gelöscht. Die REM-Schlafphasen werden über die gesamte Nacht betrachtet immer länger, während der Tiefschlaf eher in der ersten Nachthälfte überwiegt. Beide Schlafphasen nehmen zusammen bis zu 50 Prozent des Gesamtschlafs ein. Der gesunde Schlaf besteht somit mindestens zur Hälfte aus Leichtschlafphasen, in denen man sehr schnell geweckt werden kann. Generell erwacht der gesunde Mensch durchschnittlich zwanzigmal pro Nacht aus seinem Schlaf. Dies bemerkt er allerdings meist erst im höheren Lebensalter bewusst, wenn die Häufigkeit und Dauer der Wachphasen zunehmen

Was kann ich selbst für einen erholsamen Schlaf tun?

Auch wenn sich der Schlaf im Alter generell verändert, brauchen Sie dies nicht einfach passiv hinnehmen. Werden Sie Ihr persönlicher Schlafexperte, Ihre persönliche Schlafexpertin! Machen Sie sich bewusst, dass manche Veränderungen typisch für das zunehmende Alter sind und ärgern Sie sich nicht darüber: Denn überhöhte Erwartungen an den Schlaf führen zu innerer Anspannung, und diese wiederum verhindert eine erholsame Nachtruhe. Falls Sie unzufrieden mit Ihrem Schlaf sind, dann probieren Sie einmal die Empfehlungen der sogenannten Schlafhygiene aus. Dazu gehört z.B., einige Stunden vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten, keinen Alkohol oder Kaffee zu sich zu nehmen, im Bett nicht fernzusehen, erst dann ins Bett zu gehen, wenn man müde ist..Auch wenn diese Tipps teilweise banal erscheinen, können sie dennoch einen erholsamen Schlaf unterstützen. Wichtig ist, sie regelmäßig anzuwenden.

Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen möchten, finden Sie weitere Infos auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Quelle; BZgA / Bildnachweis: fotolia/Rido, fotolia/Africa Studio

 

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