PVM GmbH Patienten-Versorgung Management Bielefeld - Warnung durch Verbraucherzentrale

SERVICE-HOTLINE 0521/93 84 85 0

Die Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz warnt alle Menschen, die vom sogenannten „Deutschen Pflegekreis“ Post erhalten, vor einem dubiosen Angebot. Dieses steht im Zusammenhang mit der Umstellung der Pflegestufen in Pflegegrade ab dem 01.01.2017.

Der Deutsche Pflegekreis verschickte kürzlich Briefe mit dem Titel „Wichtige Informationen zur Umstellung der Pflegestufen in Pflegegrade 2017“. Das Schreiben wirkt förmlich, ist aber weder von Ihrer Pflegekasse noch einer Behörde in Auftrag gegeben. Der Brief thematisiert die Umstellung der bisherigen Pflegestufen 0, 1, 2 und 3 in die neuen Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5. Diesen sind ab dem 01. Januar 2017 gültig. Das Bundesministerium für Gesundheit scheibt dazu, dass alle „automatisch in einen der neuen Pflegegrade übergeleitet werden.“ Es ist auch kein Antrag für eine neuerliche Begutachtung notwendig. Die Überleitungsvorschriften seien so gestaltet, dass die Pflegebedürftigen in den nächsthöheren Pflegegrad eingeordnet werden und daher fast alle Pflegebedürftigen von der neuen Regelung profitieren.

Der Brief sollte sofort entsorgt werden

Dass Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen in Bezug auf die Umstellung aktiv werden müssen, wie es der Deutsche Pflegekreis empfiehlt, ist falsch. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt, das Schreiben sofort wegzuwerfen. Wird der Antrag auf Unterstützung dennoch unterschrieben, erhält man nicht nur zukünftig Werbung per Mail, Post oder Telefon, sondern schließt ebenfalls einen Vertrag über die Bestellung von Pflegehilfsmitteln wie Einmalhandschuhen oder Desinfektionsmitteln ab. Wer dies vermeiden möchte, sollte nicht unterschreiben und den Brief nicht beantworten.

Zum Nachlesen finden Sie hier die Meldung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Neuerungen durch drei Pflegestärkungsgesetze

Ab Anfang des kommenden Jahres tritt das bisher zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG) in Kraft. Das erste PSG gilt bereits seit 2015 und brachte unter anderem mehr Geld  für alle Leistungsempfänger, eine Erweiterung des Anspruchs als Betreuungs- und Entlastungsleistungen, verbesserte Leistungen für Demenzkranke, mehr Mittel für die Tages-, Nacht-, Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege. Außerdem wurde der Wohnraumumbau gefördert und die Zuschüsse für die hier schon benannten Pflegehilfsmittel wurden erhöht.
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II werden die Pflegestufen in Pflegegrade übergeleitet. Grundlage dafür sind ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff sowie eine neue Begutachtungssystematik zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Im Rahmen der PSG III, das noch nicht gänzlich beschlossen ist, gibt es veränderte Anforderungen an die Kommunen sowie andere Leistungserbringer, insbesondere im Hinblick auf Beratung und Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
Ihre Pflegekassen sind in der Pflicht, Sie hinsichtlich der Veränderungen durch die Pflegestärkungsgesetzte zu informieren. Weiterhin informiert das Bundesministerium für Gesundheit auf seinen Seiten.

Nach oben

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.